Mit dem Fräsbrecher ist eine leistungsstarke und robuste Mehrzweckmaschine entwickelt worden, die für den Bau und die Erhaltung von Straßen und Wegen, zur Bodenstabilisierung und Bauschuttaufbereitung sowie als Forstmulcher eingesetzt werden kann.
Kernstück des Fräsbrechers ist ein Rotor, der je nach Anwendung mit Fräsmeißeln, Mulch- oder Brechwerkzeugen bestückt werden kann. Durch einfaches Ab- und Ankoppeln der Rotoren kann der Fräsbrecher schnell und mit nur wenigen Handgriffen vor Ort an das jeweilige Einsatzfeld angepasst werden.
Mit Hilfe der flexiblen Seitenwände und unterschiedlichen Rotorlängen können darüber hinaus verschiedene Arbeitsbreiten von bis zu 3m mit nur einer Maschine realisiert werden.
Der Fräsbrecher wird als Anbaugerät mit handelsüblichen Schleppern kombiniert und ist auf eine Leistung bis 450 PS ausgelegt.
Ein neuartiges Antriebskonzept sorgt für ideale Kraftübertragung und führt zu deutlichen Einsparpotenzialen im Hinblick auf den Leistungsverbrauch: erste Berechnungen ergaben Werte zwischen 18-22%. Die speziell entwickelten Getriebe gestatten dem Kunden, den Rotor vorwärts oder rückwärts drehen zu lassen – eine Grundvoraussetzung für den Einsatz des Fräsbrechers in verschiedenen Arbeitsbereichen.
In der Version für den Straßen- und Wegebau wird der Rotor mit Fräsmeißeln, Brechwerkzeugen und einer mit dem Rotor zusammenwirkenden Brecherleiste bestückt. Dies ermöglicht die Abfräsung des Untergrundes und die anschließende Brechung des Materials in nur einem Arbeitsgang. Durch die angewandte Prallbrechung werden unterschiedliche Materialien wie Gestein oder Asphaltbruch nebeneinander zerkleinert und können, je nach Vorschubgeschwindigkeit, Rotordrehzahl und Größe des Prallraumes, in beliebige vordefinierte Korngrößen gebrochen werden. Durch die spezielle Lagerung des Getriebes an der Stirnseite der Fräswalze und die beweglichen Seitenteile ergibt sich eine größere maximale Frästiefe von bis zu 550 mm.
Das gebrochene Material kann bereits im Mischraum des Fräsbrechers unter Zugabe von Bitumen-Emulsionen oder Schaumbitumen recycelt und an Ort und Stelle wieder verwendet werden. Je nach dem wiederherzustellenden bzw. zu verstärkenden Straßentyp wird durch die unterschiedlichen Materialeigenschaften sowie dem Schadensbild des Belags der Gemischaufbau (Menge und Typ des Bitumens) bestimmt.
Die Kombination aus Fräsen und Brechen mit den herausragenden Mischeigenschaften bieten auch bei der Stabilisierung von Untergründen bzw. Böden Vorteile: In nur einem Arbeitsgang wird der zu stabilisierende Untergrund aufgefräst und im Boden befindliches Gestein gebrochen, während im Mischraum bodenstabilisierende Stoffe (z.B. Kalk) und Wasser untergemengt werden.
Als Forstmulcher oder Rodungsfräse entfernt der Fräsbrecher Bepflanzungen und zerkleinert Pflanzenreste. Selbst Bäume, Wurzelstöcke und Sträucher stellen kein Hindernis dar, und können ohne Probleme vollständig verarbeitet werden. Wie beim Straßenbau sind auch beim Forstmulchen bzw. Rodungsfräsen die Werkzeuge des Fräsbrechers schraubenförmig auf der Walze montiert, d.h. bei Rotation dringen die einzelnen Werkzeuge versetzt in den Untergrund ein. Es wird deshalb wesentlich weniger Leistung benötigt und die Kraft wirkt gleichmäßig während des gesamten Fräsprozesses.
Michael Steinbrecher, der sich bereits seit 15 Jahren intensiv mit der Fräsbrechertechnik beschäftigt, sieht die Vorteile dieser Maschine vor Allem im Bereich der Effizienz und Wirtschaftlichkeit:
“Durch die Verschmelzung von Fräsen, Brechen, Recyceln, Bodenstabilisieren und Forstmulchen in einem Gerät müssen Kunden nicht länger in verschiedene Maschinentechnologien investieren. Zudem gestattet die Konstruktionsweise des Fräsbrechers mehr Flexibilität durch die Verwendung verschiedener Werkzeuge und Arbeitsbreiten. Der mobile Fräsbrecher kann einfach transportiert werden und ist auch innerhalb der Baustelle einfach zu handeln. Das Wechseln von Werkzeugen erfordert dank der speziell entwickelten Schnellwechselvorrichtung nur wenige Handgriffe und ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. In Kombination mit schnellen leistungsstarken Schleppern wie z.B. einem JCB 8250, kann der Fräsbrecher ohne viel Aufwand auch über die Autobahn zu den verschiedenen Einsatzorten gefahren werden. In einem separaten Anhänger können Austauschrotoren mitgeführt werden.“
Noch mehr Details finden Sie in unserer ausführlichen Broschüre.
Der Messeauftritt der Firma Steinbrecher auf der diesjährigen Agritechnica war ein voller Erfolg. Im Mittelpunkt stand die Multifunktionsmaschine Fräsbrecher, die in Hannover erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der Fräsbrecher stieß auf breites Interesse – und das nicht nur im Straßen- und Wegebau, einer Kernanwendung der Maschine. Viele Lohnunternehmen aus dem Forstbereich, Landwirte aber auch die Presse besuchten den Stand, um sich über diese Weltneuheit zu informieren. Bereits in den ersten Messetagen konnten so eine Vielzahl neuer interessanter Kontakte geknüpft werden.
Michael Steinbrecher, der Erfinder des Fräsbrechers, sieht den Messeerfolg als eine Bestätigung seiner langjährigen Entwicklungsarbeit: “Die überaus positive Resonanz der Kunden zeigt, dass wir mit unserem multifunktionalen Entwicklungskonzept die gestiegenen Anforderungen am Markt im Hinblick auf mehr Flexibilität und Effizienz erfüllen bzw. noch übertreffen. Vor allem Lohnunternehmen sind heute einem starken Preisverfall und Wettbewerbsdruck ausgesetzt, d.h. nie war die Wirtschaftlichkeit von Maschinentechnologien so wichtig wie heute.“
Obwohl aus patentrechtlichen Gründen nicht die komplette Maschine gezeigt werden konnte, waren die Reaktionen auf den Funktionsumfang der Maschine überwältigend. Nahezu alle Besucher signalisierten Interesse an einer ersten öffentlichen Vorführung, die voraussichtlich im April nächsten Jahres stattfinden wird. Der Fräsbrecher wird im nächsten Jahr nur an eine begrenzte Zahl ausgewählter Kunden geliefert, um ihn im Dauereinsatz beim Kunden zu testen. Die breite Vermarktung der Maschine erfolgt dann ab Januar 2011.
Hier können Sie sich das Interview mit Michael Steinbrecher ansehen.